Sonntag, 21. September 2014

unnamed

My days will not always end in fear
you tried to do your best
but all what was left
 was me to choose to disappear
reinvent and glared out of ashes
I did survive
 and returned wearing healing gashes
as a newborn thrive
if finally started, my blissed brand new life

Sonntag, 3. November 2013

legacy

Knocking on your door,
is all that I could wish for.
But a fragile heart with its broken arms
is unable to relish someone, shovering warm.
Trying to reach this saving shore
is nothing but  feckless running,
I am longing for.
So nothing, no sun and stars
nor rain, my dear
can ease my feelings here
I am floating,
like waves breaching ashore
I am floating, here and right now,
 in front of your door.

Samstag, 13. Juli 2013

Dos mundos

In einer dunklen, fauligen Ecke angelehnt, sitzt ein abgemagerter Junge.
Neidisch auf die Menschen auf der Tanzfläche, spiele ich mit einem Cocktail-Glas in meiner Hand.
Er hat seit knapp 2 Tagen nichts als dreckiges und verfault riechendes Wasser finden können.
Ich bemerke wie der Alkohol beim nächsten Schluck meinen Hals erwärmt. Ein paar Freunde rufen mich in die Massen verschwitzter, feiernder Menschen.
Seitdem seine Eltern an Aids und Unterernährung gestorben sind, hat ihn sein Überlebensinstikt in die Stadt gebracht. 
Wir lachen und amüsieren uns während die Musik imer lauter wird und die Nacht voranschreitet. 
Trotz Hunger versucht er in dieser Nacht unter einem Wellblechdach, auf nacktem Boden erholsamen Schlaf zu finden.
Auf dem selben Boden, den ich tausende Kilometer entfernt kennenlerne, da ich nach einer halben Flasche Wodka mein Gleichgewicht verloren habe.
Die Zeitungsfetzen können seinen unterernährten Körper auch in dieser Nacht nicht wärmen.
Ich wache nach einer Alkoholvergiftung ohne Erinnerung an den letzten Abend im Krankenhaus auf.
Der Junge kann sich nicht über ein warmes, weißes Bett freuen. Er ist seit letzter Nacht nie wieder aufgewacht...

Montag, 30. Januar 2012

Wir wissen alles!

Der Zufall entschied, dass wir in einem Land leben dürfen, indem jeder Person jede beliebige Information zugänglich ist. Neben westlichem Wohlstand unterscheidet uns dass wohl am meisten zu Menschen in den Entwicklungsländern. Wir können uns frei nach Belieben, Wissen aneignen. Wir wissen z.B., dass wir - um vor der Kälte geschützt zu sein, uns etwas zum Anziehen kaufen sollten, Bangladesch der größte Produzent von Kleidungsstücken ist und auch, dass es dort massive Probleme mit Produktionsstandards gibt. Aber nicht nur in diesem Bereich reißen uns traurige Bilder aus der Bequemlichkeit. Wöchentlich werden wir über neue Abgründe aus den Produktionsketten all unserer Lebensmittel informiert. Da bleibt schlussendlich nur die Frage, was fangen wir damit an?
Die Regeln des Marktes lassen sich recht knapp zusammenfassen. "Die Nachfrage bestimmt das Angebot." Wir sind demnach verantwortlich für die Art und Weise, wie Güter produziert werden. Als letztes Glied in der Produktionskette bestimmen wir an der Kasse, welches Produkt - und damit - welche Produktionsweise wir unterstützen.
Aber warum interessieren uns die Produktionsbedingungen nicht mehr, sobald es um unser eigenes Geld geht? Klar, jeder muss versuchen sein Geld bestmöglichst einzuteilen. Aber nimmt es nicht schon chauvinistische Züge an, wenn man - nur um sich modisch zu kleiden - bei LIDL, KIK oder ALDI [1] ein billiges Kleidungsstueck kauft, währrend die Näherrinnen mit nichts als ihrem Monatslohn für sich und ihre Familie ums nackte Ueberleben kämpfen?
Nach dem bekannten Prinzip der Nachfrage nützt es also gar nichts, die Verantwortung an grosse Konzerne, wie z.B. H&M abzuschieben, denn solange wir - damit ist jeder einzelne gemeint - nicht dagegen aufschreien, wird sich ein Konzern davor hüten, Aufwand ( = Geld, in kapitalistischer Wertevorstellung) in die ethisch korrekte Produktion zu investieren. Solange sollten wir immer im Hinterkopf behalten, dass auch bei der Herstellung von H&M-Kleidung Menschen mit Billigstlöhnen abgespeist werden, dass niemals ausreicht um eine Familie zu ernähren, weshalb es kaum verwunderlich ist, dass dieses System auch nicht vor der Ausbeutung von Kinder (auch H&M [2]) halt macht.

Aber zum Glück wissen wir alles!

[1]: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8853330
[2]: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9336646

Sonntag, 11. Dezember 2011

Eine kleine Geschichte über Partner

Während draußen noch eisige Dunkelheit herrscht, stehen wir in diesen Tagen jeden Morgen früh auf, um uns dann in angenehm, warmbeheizten Auto zur Arbeitsstelle zu begeben. Wenn es am Nachmittag längst wieder zu Dämmern begonnen hat, fahren wir unserem hart erkämpften Feierabend entgegen, den wir ausgiebig mit Lieblingsfernsehprogrammen zelebrieren.
Viel zu viele Dinge im Leben bleiben ungeachtet und verschwinden in Bedeutungslosigkeit im Antlitz einer gigantischen Werbeindustrie, die unsere Bedürfnisse kontrolliert.
Wir haben unser Dasein in zwei Lebensphasen teilen lassen, nämlich die Zeit vor und nach der Hochzeit. In der Zeit davor bestimmt die Partnersuche - wie schnell und erfolgreich auch immer - den Mittelpunkt unseres Lebens und danach.... Ja, dass kann sich jeder nach Belieben, so romantisch wie möglich ausmalen. Tatsache ist allerdings, dass dieses Modell bei einer durchschnittlichen Ehedauer von 14 Jahren nicht besonders erfolgreich sein kann.
Warum nehmen wir dieses Modell also als so selbstverständlich hin und behaupten, dass der schönste Tag im Leben genau der, der Eheschließung zu sein hat?
Vielleicht hat es etwas mit der menschlichen Ignoranz zu tun, Dinge anders warnehmen zu wollen als sie tatsächlich sind. Wir akzeptieren ja schließlich auch wortlos, dass Frauen heutzutage bei gleicher Arbeit immer noch durchschnittlich schlechter bezahlt werden als Männer.

Aber was soll man machen? Die Menschheit ist ja schon seit je her auf der Suche nach dem Partner für die Ewigkeit, den - sobald man ihn gefunden hat - nie wieder loslässt. Aber impliziert diese Bindung nicht dann auch, dass man durch das ewig, andauernde Festhalten sich selbst für andere Menschen auf emotionale Weise verschließt? - vielleicht nicht komplett, aber man kann/soll ja eigentlich vollkommen nur für den Einen da sein.

Das ist ja auch gut so!,

könnte da manch einer sagen. Ist dem wirklich so? Oder liegt die Ursache einer solchen Aussage, nicht vielmehr im Bestreben der Menschen nach Eigentum? Die Angst vor dem Verlust der alleinigen Aufmerksamkeit oder anderen egoistischen Motiven rechtfertigt demnach ein Verschließen vor anderen Menschen?
Und woher kommt eigentlich dieses gefühlte Gesetz, dass es nur einen Menschen geben kann, zu dem man sich emotional/körperlich hingezogen fühlt?


Samstag, 3. Dezember 2011

Surrender

There is a crowd in here, that fools themselves
facile people, all trying to pretend, they care
Shiny surface and inner, rotten stare.
It’s been like this, it always will be like this.
The world has fainted, life feels slow
Love is crumbling, restrained by the greed of gain.
The world has fainted, but what do I know?

I will not surrender